Mittwoch, 19. Dezember 2018
Themenbild zu "Super-Hacker aus Bremen". [Quelle: Radio Bremen] Lupe

Sicher Surfen

So schützt ihr eure Computer vor Angriffen

Fast alle Computer- und Smartphone-Prozessoren haben momentan eine gefährliche Sicherheitslücke. Viele fragen sich jetzt zu Recht: Bin ich eigentlich ausreichend vor Cyber-Angriffen geschützt oder bricht nun im Alltag das Chaos aus, weil ich PC, Handy und Sprachassistent besser schnell loswerden sollte? Wir haben Digital-Experte Dennis Horn gefragt, wie ihr euch am besten vor unerwünschten Angriffen auf eure Geräte schützen könnt. Das sind seine vier Tipps!


Updates machen

"Sei up to date" – das ist wohl die wichtigste Regel, die man für sicheres Surfen im Internet beachten sollte. Denn nur, wenn man die aktuelle Version einer Software benutzt, kann man relativ sicher sein, dass etwaige Sicherheitslücken schon entdeckt und die Schwachstelle behoben wurde.


Deshalb rät Dennis Horn: "Alles, was mir bereitgestellt wird an Betriebssystem-Updates, an Software-Updates, sollte ich mir so bald es geht runterladen. Wenn ich das regelmäßig mache, dann bin ich schon mal vor den wichtigsten Sicherheitslücken gefeiht, wie das jetzt mit diesen Prozessoren-Sicherheitslücken der Fall ist."


Schüler vor einem Computer [Quelle: Radio Bremen]

Backups machen

Ebenfalls ganz oben auf der Liste der Sicherheitsvorkehrungen sind Backups, also Sicherheitskopien aller eurer Daten auf dem Computer.


"Backups schützen mich aus zwei Gründen: Erstens, weil ich Dateien wiederholen kann, die ich vielleicht aus Versehen gelöscht habe oder die durch irgendwelche Fehler mal verschwunden sind. Ein regelmäßiges Backup schützt mich aber auch noch aus einem anderen Grund: Es gibt mittlerweile immer mehr Schadsoftware, mit der Angreifer versuchen, eine Festplatte zu verschlüsseln, um dann Lösegeld zu fordern, damit man wieder an seine Daten rankommt. Es gibt aber keine Garantie, dass das wirklich am Ende klappt. Wenn ich aber immer ein Backup parat habe, dann machen mir selbst Trojaner und solche Schadsoftware kein Problem", sagt Dennis Horn.


Kinderhände tippen auf mehreren Computer-Tastaturen [Quelle: Radio Bremen]

Passwort-Manager

Facebook, Twitter, Instagram oder beim Online-Shopping: fast überall, wo wir uns im Internet bewegen, brauchen wir ein Passwort. Oft benutzen wir dabei ein- und dasselbe Passwort für mehrere Online-Zugänge. Das macht es Cyber-Kriminellen leicht. Denn so brauchen sie nur ein Passwort zu knacken, um alle eure Kanäle zu manipulieren. Deshalb rät Dennis Horn dazu, einen Passwort-Manager zu benutzen.


"Wir wissen heute, dass Passwörter eigentlich nicht mehr sicher sind. Also alles, was man sich so einigermaßen im Kopf merken kann, macht Schwierigkeiten. Passwörter sind knackbar. Und eine gute Lösung dagegen sind Passwort-Manager, also ein Programm, für das man sich nur noch ein Master-Passwort merken muss, das natürlich bombensicher sein sollte. Und dieses Programm erzeugt mir dann lauter Passwörter, die enorm sicher und lang sind, die ich mir aber alle nicht mehr merken muss."


Dennis empfiehlt hier die Freeware "Keypass" oder die kostenpflichtige Software "1Password".


Eine Hand über einem Smartphone-Display [Quelle: Radio Bremen]

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Doppelt hält besser! Das gilt nicht nur im Reallife, sondern auch online. Deshalb rät Dennis Horn dazu – wenn möglich – die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren.


"Das ist ein System, das so ein bisschen funktioniert wie beim Online-Banking. Wenn ich mich dann bei einem großen Online-Anbieter einloggen möchte, reicht ein Passwort allein nicht mehr aus, sondern ich bekomme noch einen Code aufs Handy, den muss ich zusätzlich eingeben. Das heißt: Leute, die mein Passwort haben, die kommen da gar nicht rein. Sie bräuchten zusätzlich noch mein Handy. Und das macht solche Online-Konten dann im Grunde bombensicher, weil Fremde da gar nicht mehr reinkommen."


Und wenn ihr einer von den Menschen seid, die aus Angst vor Überwachung ihre Kamera am Computer abkleben, die müssen jetzt ganz stark sein. Denn hier hat Dennis Horn eine eindeutige Meinung.


Sollte ich meine Kamera zukleben?

"Ich finde es persönlich paranoid. Wir haben alle ein Smartphone. Und auf dem Smartphone klebt keiner die Kamera zu, hat es aber die ganze Zeit mit dabei. Warum sollte ich dann an einem Rechner, der nur an einer Stelle steht, die Kamera hacken? Ich verstehe das nicht so ganz."






 


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